Gestörtes Selbstbild macht Männer krank

Narzissmus, eine übersteigerte Form der Selbstliebe macht nicht nur bei anderen unbeliebt, sondern ist auch für die eigene Gesundheit nicht gerade förderlich. US-Forscher haben nun herausgefunden, dass bei Männern mit einer derartigen Veranlagung das Stressniveau höher ist. Studienautorin Sara Konrath von der University of Michigan erklärt, dass Männer zusätzlich zu psychologischen Folgen und Schwierigkeiten in Beziehungen noch mit ihrer Gesundheit bezahlen. Die Ergebnisse kann man im „Plos ONE“ nachlesen.

Narzissmus ist eine Persönlichkeitsstörung, die sich durch einen Glauben an die eigene Grandiosität, Selbstüberschätzung und ein übersteigertes Ego umschreiben lässt. Die Tendenzen zum Narzissmus gerade bei Männern nehmen zu. Narzissten haben keine wahren Freunde und nutzen andere nur aus. Sie werden zwar hochgelobt, da sie mit ihrem Charisma alles überstrahlen, doch zu echter Selbstlosigkeit sind sie nicht fähig. Daher wenden sich andere früher oder später von ihnen ab.

US Forscher haben nun erstmals bewiesen, dass Narzissmus auch der Gesundheit schadet. Versuchspersonen mit narzisstischen Grundzügen hatten mehr Cortisol Stresshormone im Blut als andere. Doch Narzissmus wirkt nicht nur in Stresssituationen sondern auch im normalen Alltag.

Besonders Männer haben höhere Cortisolwerte bei gleichzeitiger narzisstischer Störung. Männer leiden eher unter dieser Störung, was sowohl biologisch als auch gesellschaftlich bedingt sein könnte. Es ist jedoch noch unklar, ob der höhere Hormonspiegel Folge oder Auslöser des Narzissmus sein kann.

Doch das Stress und Narzissmus zusammenpassen könnten, halten auch Forscher für möglich. Narzissten haben ein zerbrechliches Selbstwertgefühl, da sie stets in der Angst leben, dass jemand ihr ideales Selbstbild in Frage stellt.

So dürfte ein entgegengesetztes Bild die Gesundheit fördern. US-Forscher haben gerade erst gezeigt, dass Demut für Führungskräfte sehr gut ist. Chefs arbeiten effektiver wenn sie Fehler zugeben, bescheiden auftreten und die Stärken der anderen anerkennen.

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